Wird der BVB im Sommer nochmals auf dem Transfermarkt aktiv?

Insgesamt sechs Spieler hat Borussia Dortmund bisher in der laufenden Sommer-Transferperiode verpflichtet. Darunter befinden sich viele junge Nachwuchstalente, die dem BVB kommende Saison in der Bundesliga und der UEFA Champions League sicherlich nicht auf Anhieb weiterhelfen werden. Vor allem in der Defensive und der Offensive könnten die Verantwortlichen in Dortmund nochmals auf dem Transfermarkt aktiv werden.
Mit den Verkäufen von Mats Hummels (FC Bayern), Ilkay Gündogan (Manchester City) und Henrikh Mkhitaryan (Manchester United) hat Borussia Dortmund in den vergangenen Wochen und Monaten über 100 Millionen Euro Transfereinnahmen generiert. Doch der Verlust der drei Leistungsträger muss auch entsprechend kompensiert werden.
Sportdirektor Michael Zorc war zuletzt sehr fleißig in Sachen Neuzugänge und hat dem BVB mit Raphael Guerreiro einen frischgebackenen Europameister gesichert. Der Außenverteidiger dürfte von Anfang an eine tragende Rolle in Dortmund übernehmen. Auch Marc Batra und Sebastian Rode dürften wenig bis gar keine Zeit benötigen, sich an das Niveau in Dortmund anzupassen. Ein großes Fragezeichen steht jedoch hinter jungen Spielern wie Orel Mangala (RSC Anderlecht), Ousmane Dembele (Stade Rennes), Emre Mor (FC Nordsjaelland) oder Mikel Merino (CA Osasuna). Allesamt verfügen zwar über außergewöhnliches Talent im Offensivspiel, es mangelt ihnen jedoch an Erfahrung.

Kommt Weltmeister Schürrle als Mkhitaryan-Ersatz?

Nicht nur bei den Fans scheint es Zweifel zu geben, ob kommende Saison mit den vielen Youngstern in der Bundesliga bzw. Champions League etwas zu holen ist. Auch die Verantwortlichen sind wohl nach wie vor auf der Suche nach etablierten Profis, die den Qualitätsverlust durch die Weggänge 1:1 kompensieren können.
In den vergangenen Tagen gibt es immer wieder Gerüchte, dass Andre Schürrle ein Kandidat für den BVB sein könnte. Der 25-jährige Weltmeister ist mit seiner Situation beim VfL Wolfsburg unzufrieden und könnte sich einen Wechsel nach Dortmund sehr gut vorstellen. Auch die Wölfe scheinen bei einem entsprechenden Angebot nicht abgeneigt zu sein, den offensiven Mittelfeldspieler zu verkaufen. Knapp 25 Millionen Euro sind die Schwarz-Gelben bereit für Schürrle zu bezahlen, der VfL fordert mindestens 30 Millionen.
Aktuellen Berichten zufolge soll Schürrle jedoch nur Plan B von Trainer Thomas Tuchel sein, dieser hätte lieber Karim Bellarabi von Bayer Leverkusen in seinem Team, doch der deutsche Nationalspieler ist laut Bayer-Sportchef Rudi Völler „unverkäuflich“.

Wer in der kommenden Saison Fußball-Wetten auf den BVB platzieren möchte, sollte ggf. noch die Transferphase im Sommer abwarten, um sich ein besseres Bild über die Mannschaft und deren tatsächliche Leistungsstärke verschaffen zu können.

Toprak möchte zum BVB

Neben Karim Bellarabi hat der BVB auch Leverkusens Kapitän Ömer Toprak ins Visier genommen. Der Türke soll die Nachfolge von Mats Hummels in der Innenverteidigung antreten. Kurios an diesem Transfergerücht ist die Tatsache, dass es kein wirkliches Gerücht ist, sondern Toprak zum BVB möchte und die Dortmunder liebend gerne den 27-jährigen Abwehrspieler verpflichten würden. Toprak äußerte sich zuletzt wie folgt dazu: „Der Wechselwunsch ist da. Ich habe dem Verein meine Meinung mitgeteilt. Es gab ein Angebot aus Dortmund, das Leverkusen abgelehnt hat, und ich bin hier, mehr kann ich dazu nicht sagen.“
Einzig und allein Bayer Leverkusen hält nichts von einem Transfer. Ein Angebot in Höhe von 22 Millionen Euro für Toprak hat man dankend abgelehnt. Es wird spannend zu sehen, ob sich die Meinung von Rudi Völler & Co. bis Ende August ggf. nochmals ändert bzw. ob der BVB sein Angebot nochmals erhöht.

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